Asbestsanierung: Risiken erkennen, genau planen und sicher handeln
Sanierung von Asbest
Worauf ist alles zu achten?
Baujahr als Indiz
Die Demontage und Entsorgung der gesundheitsschädlichen Altlast Asbest muss in der Regel von einem entsprechend qualifizierten Fachbetrieb durchgeführt werden. Betroffen davon sind in Deutschland auch nach dem Asbestverbot Mitte der 90er Jahre noch immer Hunderttausende Häuser und Gebäude. Um die Kosten der Asbestsanierung zu senken, gibt es diverse Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogramme.
Inhalt
- Warum muss Asbest entsorgt werden?
- Was ist Asbest, und welche Gesundheitsrisiken drohen?
- Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Asbestsanierung
- Schritt 1: Identifizierung und Risikobewertung
- Schritt 2: Durchführung der Sanierungsmaßnahme
- Schritt 3: Nach Abschluss der Asbestsanierung
- Kosten und Finanzierung der Maßnahme
- Nur auf zertifizierte Fachbetriebe vertrauen!
Warum muss Asbest entsorgt werden?
Trotz des seit 1993 in Deutschland geltenden Asbest-Verbots sind asbesthaltige Baustoffe nach wie vor eine lauernde, unsichtbare Gefahr in vielen privaten und öffentlichen Gebäuden. Umso wichtiger ist eine zeitnahe professionelle Asbestsanierung, um die Freisetzung von gesundheitsgefährdenden Asbestfasern zu verhindern und die Gesundheit der Menschen sowie die Umwelt zu schützen.
Zu asbesthaltigen Materialien zählen unter anderem:
- Zementplatten
- Dachschindeln
- Rohre
- Dichtungen
- Putze
- Fliesen
- Dämmstoffe
- Kleber
- Spachtelmassen
- Bodenbeläge
Hausbesitzer, Bauherren und Facility Manager sollten ein umfassendes Verständnis für die Notwendigkeit einer fachgerecht durchgeführten Demontage und Entsorgung von Asbest haben.
Was ist Asbest, und welche Gesundheitsrisiken drohen?
Asbest besteht aus faserförmigen Mineralen, die natürlicherweise in der Umwelt vorkommen. Aufgrund ihrer robusten Eigenschaften wurden diese Fasern früher vor allem in Baustoffen für die Baubranche verwendet. Die drei häufigsten Formen von Asbest sind Chrysotil (weißer Asbest), Amosit (brauner Asbest) und Crocidolit (blauer Asbest).
Asbestfasern sind mikroskopisch klein und können leicht in die Luft freigesetzt werden. So etwa bei der Demontage und Entsorgung der entsprechenden Baustoffe oder unter mechanischer Einwirkung bzw. Beschädigung infolge von Arbeiten im und am Haus. Hier wie dort sind die Gesundheitsrisiken erheblich, denn beim Einatmen können die winzigen Asbestfasern in die Lunge gelangen und dort schwere Krankheiten verursachen.
Zu den häufigsten Erkrankungen zählen Asbestose, Lungenkrebs und Mesotheliom.
Die Auswirkungen von Asbest auf die Gesundheit sind nicht unmittelbar spürbar, sondern treten oft erst Jahre oder Jahrzehnte später auf.
TIPP: Sie wissen nicht genau, wie alt manche Baustoffe in Ihrem Haus sind? Dann sollten Sie von einem Fachbetrieb mittels Asbest-Test prüfen lassen, ob eine Gesundheitsgefährdung durch Asbest besteht.
Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Asbestsanierung
In vielen Ländern gibt es strenge Vorschriften zur Sanierung von Asbest. Diese umfassen Maßnahmen zur Identifizierung (Asbest-Test), Bewertung und sicheren Entfernung von asbesthaltigen Materialien. In Deutschland sind beispielsweise die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 519 und TRGS 521) sowie das Arbeitsschutzgesetz relevant.
Internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) haben Richtlinien zur Asbestsanierung entwickelt, um weltweit einheitliche Standards zu gewährleisten. Diese Standards dienen dazu, die Freisetzung von Fasern zu verhindern, um die Gesundheit von Arbeitnehmern und die Umwelt zu schützen.
Schritt 1: Identifizierung und Risikobewertung
Um festzustellen, ob in einem älteren Haus oder Gebäude tatsächlich noch Asbest vorhanden ist, bedarf es eines Sachverständigen bzw. entsprechend zertifizierten Fachbetriebs. Denn die eindeutige Identifizierung von Asbest via Asbest-Test erfordert eine spezielle Schulung und Ausrüstung. Hierbei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, darunter visuelle Inspektionen, Probenentnahmen und Analyseverfahren wie die Rasterelektronenmikroskopie (REM).
Nach der Identifizierung von Asbest ist eine Bewertung des Risikos erforderlich, um die Notwendigkeit und Dringlichkeit von Sanierungsmaßnahmen zu bestimmen. Hierbei werden Faktoren wie Art und Zustand des Asbestmaterials, Expositionsrouten der Fasern und die Anzahl der potenziell von den Arbeiten betroffenen Personen berücksichtigt.
Schritt 2: Durchführung der Sanierungsmaßnahme
Die sichere Durchführung einer Asbestsanierung basiert auf einer gründlichen Vorbereitung und genauen Koordination. So müssen Sicherheitsvorkehrungen getroffen und gesetzliche Vorschriften eingehalten werden. Ein detaillierter Sanierungsplan sowie regelmäßige Überwachung und Kontrolle während der Durchführung sind unerlässlich.
Es gibt verschiedene Methoden zur Entfernung und Sanierung von Asbest, darunter Nass- und Trockenverfahren sowie kontrollierte Abbruchtechniken. Die Auswahl der geeigneten Methode hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Art und Zustand des Asbestmaterials, Standort und Umgebungsfaktoren.
Der Schutz von Arbeitern und der Umwelt hat bei all dem oberste Priorität. Dazu gehören der Einsatz von Schutzkleidung, Atemschutzmasken und speziellen Abdeckungen, um während der Arbeiten eine Exposition gegenüber Asbestfasern zu minimieren. Darüber hinaus müssen geeignete Maßnahmen zur Luftüberwachung und -reinigung getroffen werden, um eine Kontamination zu verhindern.
Schritt 3: Nach Abschluss der Asbestsanierung
Nach der Sanierung führt ein zertifizierter Sachverständiger oder Fachbetrieb eine endgültige Inspektion durch, um sicherzustellen, dass alle asbesthaltigen Materialien im Haus ordnungsgemäß entfernt wurden und keine Gefahr mehr besteht. Bei erfolgreicher Prüfung wird eine Freigabebescheinigung ausgestellt, die bestätigt, dass das Gebäude sicher betreten werden kann.
Alle Unterlagen und Berichte im Zusammenhang mit der Asbestsanierung müssen sorgfältig dokumentiert und archiviert werden. Dies umfasst die Ergebnisse der Asbestuntersuchung, den Sanierungsplan, alle relevanten Genehmigungen und Freigabebescheinigungen sowie Informationen zu verwendeten Materialien und Methoden.
Auch nach der Sanierung ist eine langfristige Überwachung der Luftqualität und des Gebäudezustands erforderlich, um zu überprüfen, ob im Haus keine neuen Asbestkontaminationen durch freigesetzte Fasern auftreten und die Maßnahme dauerhaft erfolgreich war.
TIPP: Manche festgebundenen asbesthaltigen Baumaterialien dürfen auch von Privatpersonen entfernt und entsorgt werden. Dabei ist jedoch zwingend die Technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS 519) zu befolgen!
Kosten und Finanzierung der Maßnahme
Die Kosten für Asbestsanierung variieren je nach Umfang des Projekts, Art der Materialien und örtlichen Gegebenheiten. Eine detaillierte Kostenaufstellung ist daher wichtig, um ein realistisches Budget zu erstellen und Kostenüberschreitungen zu vermeiden.
Es gibt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten und (indirekte) Förderprogramme für die Asbestsanierung, die je nach Land und Region unterschiedlich sein können. Dazu zählen staatliche Zuschüsse, Steuererleichterungen und Darlehensprogramme, die Hausbesitzern und Gebäudeeigentümern finanzielle Unterstützung bieten.
Nur auf zertifizierte Fachbetriebe vertrauen!
Zertifizierte Fachbetriebe wie die AsbestBusters verfügen über das erforderliche Fachwissen und die Erfahrung, um Asbestsanierungsprojekte sicher und effektiv durchzuführen. Sie sind mit den geltenden Vorschriften und Best Practices vertraut und können eine professionelle und zuverlässige Dienstleistung gewährleisten.
Ein vertrauenswürdiger Fachbetrieb sollte über gültige Zertifikate und vorbildlich geschulte Mitarbeiter verfügen, einen angemessenen Versicherungsschutz bieten und transparente Preise sowie einen detaillierten Sanierungsplan vorlegen können.
